Geschichte der Fakultät

Geschichte der Fakultät

Die Geschichte der Stadt Zielona Góra als akademisches Zentrum begann im Juni 1965, als der Ministerrat die Yuri-Gagarin-Ingenieurhochschule in Zielona Góra ins Leben gerufen hat. Die Fakultät für Bauingenieurwesen nahm ihre Tätigkeit nur drei Jahre später auf – am 1. Oktober 1968 als die dritte Fakultät der neu gegründeten Hochschule. Der erste Dekan war Dr.-Ing. Arch. Tadeusz Maszkiewicz, und zu den Organisatoren der Fakultät gehörten: Dr. Jan Kąkolewski,  M.Sc. Arch. Romuald Wołk-Lewonowicz, M.Sc. Anna Mazurkiewicz, M.Sc. Edward Budniak, M.Sc. Władysław Sulisławski, M.Sc. Józef Gil und M.Sc.  Jerzy Milewski. Die Ausbildung von Studenten im Bauingenieurwesen  begann im akademischen Jahr 1968/1969, indem 62 Studenten zum Direktstudium, 32 zum Abendstudium und 41 zum Fernstudium aufgenommen wurden. Den Studierenden wurde der Studiengang Allgemeines Bauingenieurwesen angeboten. In den ersten Jahren wurde die Fakultät stark von dem Polnischen Verein der Bauingenieure und -techniker und der Zielona Góra-Bauvereinigung unterstützt, dadurch dass man ihre Ressourcen für manche Lehrveranstaltungen nutzte.

Zunächst hatte die Fakultät nur die Berechtigung zur Ausbildung von Ingenieuren. Die Jahre 1968-1972 waren die Zeit der Gründung der Fundamente der Fakultät, also die Beschäftigung und Entwicklung des Lehrpersonals, die Organisation von Laboratorien, die Entwicklung von Bildungsprogrammen und Scripten. Im Juni 1972 wurden 32 Absolventen des Direktstudiums für Hoch- und Tiefbau Diplome verliehen. Im Jahr 1976 eröffnete man den Studiengang Bauingenieurwesen mit dem Fachbereich Technologie und Organisation im Baugewerbe mit dem Master-Abschluss. Ein Jahr später wurde die Fakultät für Hoch- und Tiefbau, laut der Verordnung des Ministers für Wissenschaft und Hochschulbildung, in das Institut für Bauingenieurwesen (mit den Rechten einer Fakultät) umgewandelt. Im Jahr 1978 hat das Ministerium seine Zustimmung zur Errichtung des zweiten, in der Bauwirtschaft wichtigen Schwerpunkts – Bau- und  Ingenieurkonstruktionen gegeben.

 

Am 2. Oktober 1975 hielt Prof. Stanislaw T. Kołaczkowski anlässlich der Eröffnung des akademischen Jahres 1975-1976 den Vortrag “Die Aufgaben der Umwelttechnik”, in dem er die Notwendigkeit und den Zweck der  Einführung des Studiengangs Umweltingenieurwesen an der Ingenieurhochschule (WSInż) begründete. Kurz darauf wurde ein Team berufen, bestehend aus: Prof. S. Kołaczkowski, M. Sc. M. Graczyk, M. Sc. Z. Lewicki und M. Sc. M. Przetocki, das sich mit der Organisation des Studiengangs Umweltingenieurwesen beschäftigte. Im Jahre 1977 gab der Minister für Wissenschaft, Hochschulbildung und Technik seine Zustimmung zur Gründung in dem akademischen Jahr 1977-1978 des Studiengangs Umweltingenieurwesen. Die Ausbildung in dieser Studienrichtung mit dem Schwerpunkt Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung begannen 25 Studenten. Die erste Organisationseinheit, die mit dem neuen Studiengang verbunden war, war die Abteilung für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft. Die Mitarbeiter des Studiengangs Umweltingenieurwesen waren: Prof. S. Kołaczkowski, Doz. S. Gogolewski, Doz. J. Kuźniar, Doz. K. Appelt, Dr. J. Bernasiński, Dr. M. Graczyk (erste Promotion 30.06.1978), Dr. J. Kolasa, Dr. M. Gąsiorek und Dr. I. Wróbel. Bis Ende 1980 wurde der Studiengang mit weiteren Professoren (A. Solski, J. Kuczynski), Titularprofessoren (H. Greinert, S. Orlewicz) und Doktoren (M. Draba, A. Jędrczak und A. Nowak) bereichert.

 

Dem geänderten Gesetz über Hochschulwesen gemäß wurde die Universität im Studienjahr 1981/1982 neu organisiert, was in der Rückkehr zu den Abteilungsstrukturen resultierte. Es entstand damals die Fakultät für Bauingenieurwesen und Sanitärtechnik, in deren Rahmen das Institut für Bauingenieurwesen und das Institut für Sanitärtechnik errichtet wurden (01.10.1982). Im Juni 1982 erhielten die ersten Absolventen des Studiengangs Umweltingenieurwesen ihre Master-Diplome.

 

Am 2. Oktober 1984 wurde in der Fakultät das dritte Institut gegründet – Institut für Baukonstruktionen, neben den bisher bestehenden Instituten für Technologie und  Organisation von Bauwirtschaft und für Sanitärtechnik. Der Dekan wurde Doz. Dr.-Ing. Mikołaj Kłapoć.

Am 30. Juli 1987 erhielt die Fakultät das Recht, nach dem der Fakultätsrat den Grad eines Doktors der technischen Wissenschaften im Bereich Bauingenieurwesen verleihen kann. Im Jahr 1989 gab es die erste Verteidigung der Dissertation.

Im Juni 1991 hat die Fakultät für Bauingenieurwesen und Sanitärtechnik ihre Organisationsstruktur geändert und gliederte sich in Lehrstühle und Abteilungen. Die Fakultät umfasste: den Lehrstuhl für Baukonstruktion, die Abteilung für Baumechanik, die Abteilung für Architektur, die Abteilung für Geodäsie und Geotechnik, die Abteilung für Allgemeines Bauwesen, die Abteilung für Bautechnologie und -organisation, den Lehrstuhl für Wasser, Abwasser und Abfall, den Lehrstuhl für Umweltschutz und den Lehrstuhl für Sanitärnetze und -systeme. Die Fakultät wurde vom Dekan Dr. Ing. Stanislaw Pryputniewicz und Prodekan – Dr. Ing. Marek Talaga geleitet.

Am 4. Juli 1996 gab der Sejm der RP der Ingenieurhochschule den Namen Technische Universität von Zielona Góra. Der Fakultät gehörten zwei Institute an: das Institut für Bauingenieurwesen und das Institut für Umweltingenieurwesen. Der Dekan wurde Doz. Dr. habil. Ing. Stanisław Misztal, und der Prodekan Prof. Dr. habil. Ing. Henryk Greinert.

Im Jahr 1999 gründete man im Rahmen des Studiengangs Bauingenieurwesen das erste in Polen Fachgebiet Gebäuderenovierung und Modernisierung der bebauten Gebiete.

Mit der Gründung der Universität von Zielona Góra durch Verbindung der Technischen Universität Zielona Góra und mit der Pädagogischen Hochschule im Jahr 2001 wurde der Name der Fakultät in die Fakultät für Hoch- und Tiefbau und Umweltingenieurwesen (WILiŚ) geändert. Die bestehende Organisationsstruktur der Fakultät wurde durch das Institut für Biotechnologie und Umweltschutz ergänzt. Bis zum 31. August 2002 war Prof. Dr. habil. Ing. Henryk Greinert der Dekan der neu geschaffenen Fakultät. In der nächsten Wahlperiode wurde Prof. Dr. habil. Ing. Tadeusz Kuczyński zum Dekan der Fakultät, und die Prodekane wurden: Dr. habil. Beata Gabryś und Dr.-Ing. Marek Talaga.

Am 31. Mai 2004 wurde der Fakultät das Recht eingeräumt, den Grad eines Doktors der technischen Wissenschaften in der Disziplin der Umwelttechnik zu verleihen.

Mit der Entwicklung der Bau-Fachgebiete wurde im Jahr 2004 im Studiengang Bauingenieurwesen das Fachgebiet Straßen und Brücken eingerichtet.

Im Jahr 2006 gründete man ein Promotionsstudium in den zwei Disziplinen, für die die Fakultät das Promotionsrecht besaß – Bauwesen und Umwelttechnik. Bis Ende 2016 wurden darin 31 Doktoranden ausgebildet.

Im September 2007 änderte sich die Organisationsstruktur der Fakultät für Hoch- und Tiefbaubau und Umweltingenieurwesen wieder, infolge der Trennung des Instituts für Biotechnologie und Umweltschutz, auf dessen Grundlage die Fakultät für Biologische Wissenschaften gegründet wurde. Im Zusammenhang mit der Einführung von Kursen Architektur und Stadtplanung in dem Studienjahr 2008/2009 wurde dem Institut für Bauingenieurwesen die Abteilung für Architektur und Stadtplanung angeschlossen. Diese Abteilung wurde im Jahr 2013 in den Lehrstuhl für Architektur und Stadtplanung umgewandelt und von der Zusammensetzung des Instituts ausgeschlossen. Da die Fakultät drei Studiengänge umfasste und in ihrer Struktur drei Struktureinheiten hatte, wurde im Jahr 2014 beschlossen, ihren Namen in die Fakultät für Bauingenieurwesen, Architektur und Umweltingenieurwesen (WBAiIŚ) zu ändern, unter dem sie zurzeit tätig ist.

Im Jahr 2013 erhielt die Fakultät das Recht der Habilitation in den technischen Wissenschaften im Bereich des Bauingenieurwesens. Im Jahr 2015 verlieh die Fakultät Prof. Dr. habil. Ing. Zbigniew Kowal die Ehrendoktorwürde. Bis Ende 2016 wurde 1 Habilitation positiv beendet.

In den Jahren 1989-2016 verlieh die Fakultät 1 Titel des Habildoktors in den technischen Wissenschaften auf dem Gebiet des Bauingenieurwesens, 33 akademische Grade eines Doktors der technischen Wissenschaften auf dem Gebiet des Bauingenieurwesens und 21 in der Disziplin der Umwelttechnik.

Bis Ende 2016 beendeten das Studium an der Fakultät 4541 Absolventen des Studiengangs Bauingenieurwesen, 2783 Absolventen des Studiengangs Umweltingenieurwesen und 339 Absolventen des Studiengangs Architektur und Stadtplanung.

Mitarbeiter der Fakultät in Forschung und Lehre waren zu Beginn des Jahres 2017: 12 Professoren, 16 Dozenten, 49 Doktoren und 11 Magister. Es gibt auch 13 Techniker und 10 Personen des Verwaltungspersonals.

Galerie der Dekane:

1969-1973        Doz. Dr.-Ing. Tadeusz Maszkiewicz

1973-1974        Doz.  Dr.-Ing. Mikołaj Kłapoć

1974-1977        Doz.  Dr.-Ing. Mikołaj Kłapoć (Direktor des Instituts mit den Rechten einer Fakultät)

1978-1980        Prof. Dr. Stanisław Kołaczkowski (Direktor des Instituts mit den Rechten einer Fakultät)

1980-1981        Prof. Dr.-Ing. habil. Jędrzej Kuczyński (Direktor des Instituts mit den Rechten einer Fakultät)

1981-1984        Doz. Dr.-Ing. Mikołaj Kłapoć (Direktor des Instituts mit den Rechten einer Fakultät)

1984-1987        Doz.  Dr.-Ing. Mikołaj Kłapoć

1987-1990        Doz.  Dr.-Ing. habil. Henryk Greinert; Prodekan – Prof. Dr.-Ing. habil. Tadeusz Biliński

1990-1993        Dr.-Ing. Stanisław Pryputniewicz; Prodekan – Dr.-Ing. Marek Talaga

1993-1996        Dr.-Ing. Stanisław Pryputniewicz; Prodekan – Dr.-Ing. Marek Talaga

1996-1999        Doz. Dr.-Ing. habil. Stanisław Misztal; Prodekan – Prof. Dr.-Ing. habil. Henryk Greinert

1999-2002        Prof. Dr.-Ing. habil. Henryk Greinert; Prodekane – Prof. Dr.-Ing. habil. Romuald Świtka, Dr.-Ing. Marek Świderski

2002-2005        Prof. Dr.-Ing. habil. Tadeusz Kuczyński; Prodekane – Dr. habil. Beata Gabryś, Dr. Ing.  Marek Talaga

2005-2008        Prof. Dr.-Ing. habil. Tadeusz Kuczyński; Prodekane – Dr. habil. Beata Gabryś, Prof. UZ (2005-2007), Dr.-Ing. habil. Mieczysław Kuczma (2007-2008), Prof. UZ / Dr. Ing. Marek Talaga,

2008-2012      Dr.-Ing. habil. Jakub Marcinowski, Prof. UZ; Prodekane – Dr.-Ing. habil. Zofia Sadecka, Prof. UZ, Dr.-Ing. habil. Urszula Kołodziejczyk, Prof. UZ

2012-2016        Dr.-Ing. habil. Jakub Marcinowski, Prof. UZ; Prodekane – Dr.-Ing. habil. Andrzej Greinert, Prof. UZ, Dr. habil. Marlena Piontek, Prof. UZ

2016-2020        Dr.-Ing. habil. Andrzej Greinert, Prof. UZ; Prodekane – Dr.-Ing. habil. Maria Mrówczyńska, Prof. UZ, Dr. habil. Marlena Piontek, Prof. UZ